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ISBN/EAN: 978-3-7445-1867-3
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2000
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
XVI, 184 S.
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Die zwei Gesichter der Arbeit

Interdependenzen von Zeit- und Wirtschaftsstrukturen am Beispiel einer Ethnologie der algerischen Übergangsgesellschaft, édition discours 25

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Beschreibung

Entstanden Anfang der 60er Jahre, sind die ethnologischen Feldstudien und soziologischen Analysen Pierre Bourdieus zum Verhältnis von Wirtschafts- und Zeitstrukturen in der algerischen Übergangsgesellschaft von erstaunlicher Aktualität und Brisanz.Angesichts der gegenwärtigen Krise der Arbeitsgesellschaft, wachsender Massenarbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung treten zunehmend Symptome der Anomie an den Tag: Destrukturierung und Nichtigwerden von Zeit, Sinnentleerung des Alltags, fatalistisches Verharren in "toter Zeit". Bourdieu übt radikale Kritik an einer Wirtschaftsform und ihrem Bild vom "homo oeconomicus", in der Arbeit nicht nur zur Ware verkommt, sondern mehr und mehr auch ein knappes Gut wird, dessen Teilhabe und Verteilung für die Gesellschaftsmitglieder von existentieller Bedeutung ist: "Mein frühestes, vielleicht aber auch mein aktuellstes Buch".

Über Pierre Bourdieu

Pierre Bourdieu (* 1. August 1930 in Denguin, Pyrénées-Atlantiques; gestorben 23. Januar 2002 in Paris) war einer der bekanntesten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Er studierte Philosophie in Paris an der École Normale Supérieure. Mit einem Buch über den Aufenthalt in Algerien 1958 - 1960 ("Die zwei Gesichter der Arbeit") begründete er seine Reputation als Soziologe. Seit 1981 hatte Bourdieu einen Lehrstuhl am Collège de France. Im Jahre 1993 wurde er mit der "Médaille d'or du Centre National de la Recherche Scientifique" (CNRS) ausgezeichnet. Pierre Bourdieus soziologische Forschungen, zumeist im Alltagsleben verwurzelt, waren vorwiegend empirisch orientiert. Er war bekannt als politisch interessierter und aktiver Intellektueller, der sich gegen die herrschende Elite und den Neoliberalismus wandte.